HPP#27 – Die Bedeutung von Geben und Helfen.

WORUM ES IN DIESEM IMPULS GEHT …

Heute gebe ich Dir einen echten Multiplikator für Deine High Performance. Einen wahrhaften Turbo. Denn mit der Unterstützung von anderen kannst Du ihn wirklich vervielfachen. Es geht aber nicht um Dich, sondern um die anderen. Ich spreche über das Resonanzprinzip – dass das, was Du ausstrahlst, immer zu Dir zurück kommt. Es geht um das Beziehungskonto und dem sogenannten Win-Win-Effekt und es geht darum, anderen dabei zu helfen, sich weiterzuentwickeln.

Warum ist es gut anderen zu helfen?

Mir sind drei Gründe eingefallen. Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen. In den anderen Folgen ging es sehr viel um Dich. Es ging um Dein Umfeld, Deine aktuelle Ist-Situation in Deinem Lebensrad. Es ging um Deine Vision. Um Deine Ziele, um Deine Pläne. Es ging darum, dass Du vorankommst und dass Du Reflexionen machen sollst, um immer besser zu werden. Diesmal drehe ich es einfach um und appelliere an Dich, anderen zu helfen, sie zu unterstützen, ihnen zuzuhören. Anderen Hilfestellung zu geben und sie zu fragen, was sie brauchen. Warum? Weil es wieder zu Dir zurückkommt.

1. So wie ich agiere, so kommt es zu mir zurück

Du kennst bestimmt das Resonanzprinzip. Es heißt – So wie ich agiere, so kommt es zu mir zurück. Vor Jahren gab es den Bestseller „Das Gesetz der Anziehung“. Manche fanden es mystisch und esoterisch und haben darüber hergezogen. Ganz nach dem Motto – wenn ich mir hier einen Parkplatz bestelle, dann ist der Parkplatz auf einmal da. Aber das ist es nicht. Es geht um etwas ganz anderes. Vielleicht kennst Du das Sprichwort: Wie Du mir, so ich Dir. Das wird sehr oft negativ ausgelegt. Wenn Du mir Schaden zufügst, dann füge ich Dir auch Schaden zu. Aber lass es uns einfach mal umdrehen. Wenn ich Dir Gutes tue, tust Du mir auch Gutes. Wenn ich positiv agiere, dann agierst Du auch positiv.

Um ein bisschen in die Philosophie abzusteigen, sagte Immanuel Kant, der diesen kategorischen Imperativ sehr ausführlich dargestellt hat – Das was ich von anderen erwarte, das darf ich erstmal selber tun.
In Projektsituation – wenn Du Gestalter, Facilitator, Moderator oder Projektmanager in einem Projekt bist, dann ist Deine Haltung und das was Du an Ausstrahlung gibst, ein enormer Einflussfaktor auf das Projekt und auf Dein Team. Wenn Du selbst an Dir arbeitest und wenn Du klare Ziele formulierst, wenn Du eine saubere Vision hast, überträgst Du das natürlich auch auf das Projekt. Du hast eine Zuversicht. Du hast eine Standfestigkeit. Du hast eine Überzeugung, dass Du das, was Du in Deinem Projekt tust, auch zum Erfolg führen kannst. Dies darfst Du ganz bewusst nach draußen tragen. Es gibt keinen Grund für Dich Pessimismus, Zweifel, Problemdiskussionen, die zu nichts führen, in das Team hineinzutragen. Sondern Deine Rolle ist es, die Zuversicht, die Du hast, nach draußen in Dein Team hinauszubringen. Es gehört dazu, diese Zuversicht auch mit all den positiven Attributen zu versehen, die wir alle so schätzen. Das ist Freundlichkeit. Das ist Spaß. Das ist nett zu sein. Das ist aufmerksam auf andere zuzugehen. Und wenn Du diese grundsätzliche positive Ausstrahlung nach draußen lebst, dann kommt das auch zu Dir zurück.

Du weißt das selber,  wenn Du irgendwo in einen Raum kommst und nimmst Du bewusst oder unbewusst die Stimmung in diesem Raum auf. Und Du spürst auch, ist es eher etwas, wo man gerade eine negative Einstellung hat, wo man ziemlich weit unten ist in den Schwingungen und wo man Probleme diskutiert. Das sieht man meistens auch schon an der Haltung der Menschen. Auf der anderen Seite gibt es dann manchmal Situationen, wo Du direkt spürst, dass die Leute engagiert sind. Sie haben eine offene Haltung, eine freundliche Grundstimmung in dem, was sie sagen. Du als Projektmanager kannst das ganz enorm beeinflussen. Das Gleiche gilt natürlich auch in Deinem Privatleben. Wenn Du selber lächelst, dann kannst Du gar keine negativen Aussagen treffen. Es gibt immer eine Kohärenz zwischen dem, wie Deine Mimik ist und dem was Du sagst.

Der erste Grund ist also, auf andere zuzugehen, andere mit Deiner Ausstrahlung zu beeinflussen. Zum Deinem Wohle, zum Wohle des Projekts, zum Wohle des Erfolgs, den Du dann natürlich mit Deinem Team erreichen kannst.

2. Win-Win

Das haben wir schon sehr oft gehört. Das verbindet man oft mit ‚Geschäfte machen‘, Verträge abschließen. Es geht eben darum, eine Win-Win-Situation zu erreichen. Wenn Du von High Performance hörst, dann denkst Du auch an Deinen Erfolg und Deinen Gewinn. Du denkst, wenn ich den anderen mit einbinde, dann lernt er vielleicht auch von mir. Das ist aber nicht das, was ursprünglich gemeint ist mit Win-Win.
Win-Win bedeutet, wir machen gemeinsam etwas und jeder von uns beiden auf gleichem Level profitiert davon. Die einzige Alternative, die Du in Betracht ziehen solltest, ist die, kein Geschäft zu machen. Oder keine Beziehung einzugehen oder keine Zusammenarbeit zu machen oder diesen Kollegen nicht in das Projekt miteinzubeziehen. Die einzige Alternative zu Win-Win ist kein Geschäft. Diese anderen Alternativen, die man sich jetzt noch ausdenken könnte, also Gewinn-Verlust, Verlust-Gewinn, Verlust-Verlust, sind augenscheinlich keine Alternativen, weil sie nicht langfristig sind. Ich habe es mir zu Eigen gemacht, dass ich jede Beziehung mit anderen Menschen sehr ernst nehme und versuche es mir immer vorzustellen, dass ich mit jemandem ein Beziehungskonto habe. So wie man ein Bankkonto hat, wo es Einzahlungen gibt und wo man Abhebungen macht, kann man sich auch jede Beziehung, die man mit Menschen hat, als ein Beziehungskonto vorstellen.

Einzahlungen in dieses Beziehungskonto sind, wenn Du jemandem zuhörst, wenn Du versuchst, ihn zu verstehen, wenn Du Fragen stellst, wenn Du nicht gleich mit der Tür ins Haus fällst und sagst was Du möchtest, sondern erstmal versuchen, den anderen in seiner Position, in dem, was er möchte, zu verstehen. Dazu gehört aufmerksam sein, zu sehen, was der andere braucht, ja die kleinen Dinge zu sehen, die vielleicht bei ihm ein Bedürfnis sind und ihm das zu geben. Eine weitere Einzahlung ist, wenn Du eine Verpflichtung eingegangen hast, wenn Du etwas versprochen hast zu tun, das natürlich einzuhalten. Das baut ein Beziehungskonto auf und das schafft natürlich ein weiteres Vertrauen.

Zu Beginn so einer Beziehung, um dieses Win-Win auch tatsächlich zu erreichen, geht es auch darum die Erwartungen zu klären und zu hinterfragen. Was willst Du eigentlich wirklich in einer Zusammenarbeit mit mir? Wenn jemand in ein Team dazukommt oder wenn wir einen Lieferanten mit einbinden wollen, oder wenn jemand einen konkreten Vorschlag macht, eine Alternative zu wählen. Was ist die Erwartung, die dahinter steckt? Und wenn Du diese Erwartung hinterfragst, hast Du wieder eine Einzahlung auf das Beziehungskonto. Eine weitere Einzahlung auf das Beziehungskonto mit dieser Person ist, dass Du dieser Person gegenüber loyal bleibst. Insbesondere dann, wenn diese Person nicht anwesend ist. Wenn man in seiner Abwesenheit etwas Schlechtes über diese Person sagt, dann darfst Du diese Person, mit der Du eine Beziehung pflegst, auch verteidigen.

Das zeigt den anderen gegenüber auch, dass Du Integer bist, dass Du auch in Abwesenheiten zu einer Person stehst und gibt auch Dir den Respekt von den anderen Personen. Und wenn mal irgendetwas passiert sein sollte, was eure Beziehung schaden könnte, dann kannst Du weitere Einzahlungen darauf machen und gucken, was da vielleicht die Abhebung wieder in einer gewissen Art und Weise kompensiert wurde, dass Du Dich beispielsweise aufrichtig entschuldigst. So etablierst Du nach und nach Vertrauen in dieses Beziehungskonto. Wenn es Situationen gibt, wo etwas diesem Konto entnommen wird, ist es gut einen hohen Kontostand zu haben in der Beziehung, was sich sich langfristig auszahlt.

Du kennst vielleicht den Spruch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Das heißt also, wenn Du Dir es mit einer Person mal verscherzt, schlecht über diese Person geredet hast oder eure Wege sich einfach ungünstig und sogar verletzend getrennt haben. Dann will diese Person nichts mehr mit Dir zu tun haben. Vielleicht kennst Du dann diese Situation, dass Du diese Person dann irgendwo wieder siehst. Du bist auf einem Kongress, stehst in der Schlange zum Lunch und wer steht hinter Dir und spricht Dich an? Derjenige, über den Du mal schlecht gesprochen hast und vielleicht wünschtest Du Dir mit dieser Person dann jetzt vielleicht doch in einer guten Beziehung zu sein, weil Du feststellst, dass diese Person ein Speaker bei diesem Kongress ist und etwas ganz Tolles zu sagen hat und Du traust Dich nicht mehr ihn anzusprechen, obwohl Du sehr gerne von seinem Wissen profitieren möchtest.

3. Sei ein Vorbild für andere

Immer wenn ich über High Performance spreche, ist mir die Arbeit an uns selbst sehr wichtig. Dass wir kontinuierlich besser werden, dass wir lebenslang lernen, dass wir dafür sorgen, dass wir in unserem Umfeld bestmöglich wirken können und bestmögliche Ergebnisse erzielen können – nicht nur für uns, sondern auch für die anderen. Wegen des Resonanzprinzips. Wenn Du für andere etwas tust, wenn Du bei anderen einen hohen Beziehungskontostand hast, dann kannst Du auf andere zählen. Dann generieren sich Synergien. Dann hast Du ein großes positives Netzwerk. Dann ist die Umgebung, in der Du tätig bist, gespickt mit Menschen, die Dir helfen wollen, die Dir jegliche Unterstützung, die Du brauchen könntest in der Zukunft, geben.

Das tust Du zum einen, indem Du diese positive, bestimmte, zuversichtliche Ausstrahlung hast, indem Du dieses Beziehungskonto pflegst und indem Du das Wissen, das Du Dir angeeignet hast über Dich selbst und was Du über das Leben gelernt hast und welche Erfahrungen Du hast, an andere weitergibst. Andere auch zu fordern, sich zu entwickeln. Wenn Du andere beobachtest, ach ja, so war ich auch mal und diesen Fehler habe ich früher auch gemacht und ja, ich habe da Erfahrungen gesammelt und ich agiere jetzt anders. Behalte das nicht für Dich. Gib das an andere weiter. An die jüngeren Kollegen, die die Jahre an Erfahrung brauchen, die Du schon gesammelt hast und unterstütze sie dabei, dass sie vielleicht nicht so lange brauchen wie Du. Alles was Du tust, um besser zu werden, gib an andere weiter.

In der Art und Weise, wie Du es an andere weitergibst, kannst Du natürlich auch die Sachen besser tun. Nicht einfach belehrende Ratschläge geben, sondern Fragen stellen. Frag den anderen, wenn Dir auffällt. Das hätte ich anders gemacht… Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass er damit wahrscheinlich besser fahren würde. Frag ihn.
Gäbe es vielleicht eine andere Möglichkeit hier vorzugehen? Könnten wir vielleicht nochmal darüber sprechen, wie man in dieser Situation vorgeht? Hast Du schon mal darüber nachgedacht dieses oder jenes zu tun? Mit Fragen kann man Menschen sehr gut helfen und in die richtige Richtung bewegen, die aus Deiner Position, die mögliche bessere Alternative wäre.

Versuche sie herauszufordern und versuche natürlich auch von Deinem Team und den Kollegen, die mit Dir zusammenarbeiten, auch immer etwas zu fordern. Versuche sie aus ihrer Komfortzone herauszubewegen, alternative Vorgehensweisen, nicht die Dinge, die sie schon immer gemacht haben. Sondern Neues auszuprobieren, mehr auszuprobieren, mehr zu wagen, kreativer zu sein und sich dann auch beständig zu entwickeln. Das, was Du selber für Dich verinnerlicht hast, lebenslanges Lernen, immer besser werden, aus meiner Komfortzone rausgehen und permanent die gute Dinge, die ich tue, immer wieder zu tun, in eine Routine, in ein Ritual zu kommen. Alles was Du mit mir vielleicht auch an Impulsen lernst, das an andere weiterzugeben. Wenn Du es wertschätzend machst und als Angebot machst und fragend vorgehst, dann wirst Du auch sehen, dass Dein Gegenüber nicht nur besser wird, was natürlich auch wieder gut für ein Projekt ist, sondern auch das was Du tust, wertschätzt und Dich vielleicht in manchen Dingen auch als Vorbild ansieht.

Ich freue mich, wenn es Dir gefallen hat, wenn es Dir Impulse gegeben hat. Vielen Dank und happy projects!

Liebe Grüße

Dein Oliver

 

Shownotes


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Photo by Rémi Walle on Unsplash

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