HPP#28 – Wenn du dein Leben ändern willst, dann ändere die Gewohnheiten.

WORUM ES IN DIESEM IMPULS GEHT …

Sicher kennst Du den Spruch „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“
Wir haben gleiche Muster, tun Dinge immer wieder obwohl sie uns nicht weiterbringen und wir reagieren auf Ereignisse oft in der gleichen Art und Weise.
Ein Zitat was mir immer wieder begegnet lautet sinngemäß „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Deinen Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Deinen Taten. Achte auf Deine Taten, denn sie werden zu Deinen Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden zu Deinem Schicksal.“

In dieser Folge will ich Dir zeigen, welche Macht Gewohnheiten haben und ich möchte Dir zeigen, welches Potential die Veränderung von Gewohnheiten für Deine High Performance hat.
Am Ende gebe ich Dir ganz konkrete Tipps, damit Dir die Umsetzung in jedem Fall gelingt und Dich der besten Version von Dir wieder ein Stück näher bringt.

 

 

Das, was wir alltäglich erleben und tun und immer mehr verfestigen in unserem Jahresablauf, das ist das, was unser Leben bestimmt. Diese Kette von Gedanken, Worten, Taten und Gewohnheiten kann man sich wie einen Kreislauf vorstellen. Zuerst nehmen wir das erste von vier Elementen auf die eine Seite. Dies stellt unser Unterbewusstsein dar. Das sind unsere Glaubenssätze, das ist das, was uns geprägt hat, das, was unsere Werte sind und unsere Überzeugungen. Ganz tief in uns verankert.

Es bestimmt wenn wir etwas wahrnehmen, wenn wir eine Situation erleben, welche Bedeutung wir dieser Situation geben, wie wir darüber denken und letzten Endes, wie wir uns entscheiden zu handeln. Wir entscheiden, wir agieren. Wir geben Antworten – wir essen den Cheeseburger, wir gucken Netflix, wir bleiben noch eine Stunde länger auf. Wir entscheiden uns dafür, etwas zu tun. Und dieses Handeln führt natürlich dazu, dass wir wieder eine gewisse Erfahrung machen, eine Bestätigung bekommen oder vielleicht auf einen Widerspruch stoßen.

Alle unsere Erfahrungen, die wir dann im Laufe der Zeit sammeln, führen dann wieder zum nächsten, zum ersten Schritt zurück, nämlich zu unseren Glaubenssätzen, zu unseren Werten, zurück zu dem, was tief in uns verankert ist.

Das heißt, dieser Kreislauf, und das ist das, was ich dir eigentlich mitgeben möchte, dieser Kreislauf bestätigt sich immer und immer wieder. Wir haben einen Glaubenssatz. Wir sagen uns, ich bin ja schwach und ich esse nun mal gerne einen Cheeseburger. Dann laufe ich an McDonald’s vorbei, denke mir, ah, ich könnte jetzt was Gutes essen. Ich gehe an die Theke und treffe eine Entscheidung. Es hätte ein Salat sein können. Aber nein, ich bestelle wieder einen Cheeseburger. Ich entscheide mich für diesen Cheeseburger. Ich esse diesen Cheeseburger. Bekomme die Erfahrung, mh, das Ding schmeckt aber richtig gut. Bestätigt sich wieder, ich liebe Cheeseburger. Und diese kleine Erfahrung oder diese kleine Situation, die ich dir schildere, die greift natürlich für alle anderen mehr oder weniger großen Dinge, mit denen wir konfrontiert sind. Wir können davon ausgehen, dass das, was wir an hunderten von Entscheidungen jeden Tag treffen, hauptsächlich durch unser Unterbewusstsein gesteuert wird. 95 Prozent aller unserer Entscheidungen werden durch Routinen und Automatismen aus unserem Unterbewusstsein her getroffen.

Wir merken es gar nicht, dass wir diese Entscheidungen so treffen. Und wir haben natürlich so einiges, wo wir Potenzial sehen, wo wir glauben, oh, hier könnte ich doch aber mich besser ernähren, um in dem Teil meiner Gesundheit eine gute Basis zu schaffen für eine bessere Performance. Oder ich könnte mich doch mehr um meine Weiterentwicklung kümmern. Und ich müsste doch mehr Bücher lesen und mir schöne Impulse holen, damit ich auch kontinuierlich wachse.

Wo es auch immer ist, jeder von uns hat so ein paar Dinge, die er gerne ändern möchte. Jetzt stellt sich die Frage:

Wie durchbreche ich diesen Kreislauf der Dinge, die sich immer und immer wiederholen?

Wo ich möglicherweise gar nicht mitbekomme, wie ich spontan, basierend auf einem Glaubenssatz, eine Entscheidung treffe und dann handle?
Es gibt zwei Dinge, wie man diesen Kreislauf durchbrechen kann. Das erste ist auf eine ganz drastische Art und Weise. Denjenigen, der diese Veränderung herbeiführen möchte, eine tiefe emotionale Erfahrung geben mit viel Schmerz, mit viel tiefer Emotion, dass sich das wirklich tief in uns einprägt und in unser Unterbewusstsein hineindringt. Du kannst dir vorstellen, dass du das nicht unbedingt alleine herbeiführen kannst. Da brauchst du einen Coach, einen Persönlichkeitsberater, jemand, der das mit dir in einer Session vorbereitet und dich dann dazu führt, dass du diese tiefe Emotion spürst und dein Muster durchbrichst. Darüber möchte ich aber gar nicht sprechen. Da bin ich, ehrlich gesagt, nicht der Experte.

Ich bin aber Experte auf einem anderen Thema, nämlich kontinuierlich an kleinen Veränderungen dranbleiben, sie immer und immer ins Bewusstsein rufen, sie einzuhalten, zu tracken und dranzubleiben. Also kontinuierlich sich etwas vorzunehmen, was man verändern möchte und da dranzubleiben. Und ich persönlich mache das mit vielen Dingen und habe in den letzten drei Jahren viele Veränderungen bei mir herbeigeführt, die auch für mich in meinem Lebensrat, also in meinen Beziehungen, in meiner mentalen Stärke, in meinem Wissen, das ich habe und auch in meinem Körper, also meiner Gesundheit, viele positive Veränderungen herbeigeführt haben.

Ich möchte dich noch mal bekräftigen, warum dieses Kontinuierliche so wirkungsvoll ist. Und du kennst sicherlich diesen Zinseszinseffekt? Wenn du tausend Euro irgendwohin investierst und du kriegst ein paar Prozent Zinsen dafür, dann mag das auf kurze Sicht relativ wenig sein, dass du irgendwie bei vier Prozent Zinsen dann nach einem Jahr vierzig Euro mehr hast. Wenn du dir das aber auf die lange Distanz anschaust, dann werden aus tausend Euro, die du jeden Monat oder jedes Jahr anlegst, in zwanzig Jahren vielleicht 27 Tausend Euro. Ich habe das jetzt nicht nachgerechnet. Aber auf jeden Fall dieser Zinseszinseffekt, der sorgt dafür, dass zu Beginn der Effekt minimal ist, vielleicht gar nicht spürbar, aber über die längere Distanz gigantisch.

Es gibt einen wunderschönen Spruch: Viele Menschen überschätzen, was sie innerhalb eines Monats leisten können, aber sie unterschätzen, was sie über fünf Jahre erreichen können.

Das erreicht man nur, wenn man wirklich kontinuierlich, regelmäßig, am besten tagtäglich an einer ganz bestimmten Sache dranbleibt. Und warum ist es so wichtig, dass wir das in unser Unterbewusstsein holen?

Du kannst ja auch sagen, okay, ich habe einen Willen und mit meinem Willen werde ich eben dann dafür sorgen, dass ich jetzt mehr Bücher lese. Oder dass ich drei Mal in der Woche Sport mache oder was auch immer. Das Problem dieser Willenskraft ist, dass sie wie ein Muskel ist. Und ein Muskel ist eben nach einer bestimmten Zeit erschöpft und kann nicht mehr. Und dann verfallen wir wieder in den bequemen Modus, in den Automatismus, wo unser Kopf keine Anstrengung braucht, weil er das immer so macht.

Diese Willenskraft ist also zum einen erschöpflich, das heißt, immer und immer wieder zu versuchen, sich ins Sportstudio zu prügeln oder immer wieder auf die Schlummertaste zu drücken, wenn der Wecker klingelt aufzustehen, ist etwas, was das Potenzial unserer Willenskraft erschöpft und am Abend haben wir dann nicht mehr ausreichend Power, um das, was vielleicht dann wichtig ist umzusetzen. Diese Willenskraft kann man aber auch trainieren. Das heißt, du kannst dir auch vornehmen, auf ganz bestimmte Dinge, diese Willenskraft immer und immer wieder anzuwenden.

Ich persönlich stärke meine Willenskraft zum Beispiel morgens unter der Dusche. Am Ende drehe ich den Hebel auf kalt und lasse noch mal das kalte Wasser für zehn Sekunden über meinen Körper laufen. Und ja, das ist unangenehm. Auch noch nach drei Jahren. Aber ich weiß, es tut mir gut. Ich habe seit drei Jahren keine Erkältung mehr gehabt, die mich ins Bett gebracht hat. Ich habe immer mal einen Schnupfen, zwei, drei Mal im Jahr. Aber das ist eigentlich nur eine Einschränkung meines Wohlbefindens und ich war in der letzten Zeit niemals irgendwie krank. Weil ich weiß, meine kalte Dusche ist gut für meine Abwehrkräfte und damit stärke ich auch gleichzeitig meine Willenskraft.

Die Frage ist jetzt: Wie überführe ich das in meinen Alltag?

Zunächst einmal musst du es dir natürlich wirklich explizit vornehmen. Das heißt, bei all dem, was dich so stört oder was du an Veränderungen herbeiführen möchtest, nimm dir eine Sache konkret vor. Und wichtig an der Stelle ist, nimm dir nicht zu viel vor.

Nimm dir eine erste Gewohnheit vor, die du in dein Unterbewusstsein führen möchtest. Schreibe es dir auf und erzähle am besten auch anderen davon: „Ich, Oliver Buhr, werde ab dem 1. Januar drei Mal in der Woche ins Studio und zwei Mal in der Woche laufen gehen. Ich will also fünf Mal in der Woche Sport machen. Darauf konzentriere ich mich. Das nehme ich mir jetzt vor. Beobachtet mich. Schaut an, wie ich das einhalte. Ich werde euch weiter erzählen, wie es mir dabei geht.“

Das heißt, ihr macht auch so einen kleinen inneren Druck, dass ihr auch wirklich diese Gewohnheit einhalten wollt. Wenn ihr sie nicht einhaltet, dann wissen das auch eure Freunde und Bekannten, denen ihr das erzählt habt, falls es nicht geklappt hat.

Was ihr auch tun solltet, ist, dass ihr euch das jeden Tag verinnerlicht und vornehmt. Dafür gibt es die sogenannten Affirmationen, also kurze Sprüche, die man sich selber vorsagen kann und damit auch auswendig kann oder sich auch aufschreibt. Also ich schreibe mir das jeden Morgen, was ich so an Affirmationen mir verinnerlichen möchte, schreibe ich mir in mein High Performance Journal hinein. Und eine Affirmation heißt zum Beispiel: „Mein Körper ist gesund und stark.“ Und da mache ich mir klar, wie bedeutsam das für mich ist und dass ich dafür etwas tun möchte, dass ich einen gesunden und starken Körper habe. Was du dann tun darfst, ist, das auch zu tracken, zu verfolgen. Und für den Zweck gibt es in dem High Performance Journal, das ich dir natürlich wärmstens empfehle, immer bei jedem Monats-Assessment so einen Bereich, wo man die Gewohnheit eintragen und auch tracken kann, ob man das jeden Monat eingehalten hat. Wenn du dreißig Kreuze hast, dann bist du super. Wenn du nur 25 Kreuze hast, heißt das, du hast immer einmal die Woche nicht geschafft die Ziel einzuhalten, das ist auch nicht so schlimm.

Wenn du das dann über zwei Monate schaffst, dann kannst davon ausgehen, dass sich diese Gewohnheit bei dir verinnerlicht hat.

Das heißt, wenn du jetzt wieder bei McDonalds’s stehst, dann bestellst du dir deinen Salat und nicht den Cheeseburger. Und es ist eine Selbstverständlichkeit, denn es braucht keine Willenskraft mehr. Du weißt, dein Körper ist gesund und stark. Du weißt, wie gut dir Salat tut. Das brauchst du dir nicht mehr herbei zu denken und dich anzustrengen, sondern du weißt das und du bestellst dir ganz selbstverständlich diesen Salat. Und wenn du diese eine Gewohnheit jetzt verinnerlicht hast nach diesen zwei Monaten, dann nimmst du dir die nächste Gewohnheit vor. Vielleicht, dass du regelmäßig lesen möchtest. Du wirst es dir dann jeden Tag vornehmen. Ich empfehle dir, es morgens zu machen. Vielleicht eine halbe Stunde früher aufstehen und dich morgens hinsetzen und in einem Buch, von dem du weißt, dass dir das guttut, dass das dein Wissen erweitert und was dir dann hilft, dass du morgens eine halbe Stunde liest.

Oder du arbeitest morgens eine halbe Stunde an einem Online-Kurs weiter oder hörst einen Ted-Talk.

Das sind meine Tipps für dich. Dir klarmachen, was ist die eine Gewohnheit, die ich ändern möchte? Vergegenwärtige dir über Affirmationen, dass du das heute tun willst. Tracken, verfolgen, dass du das auch tatsächlich einhältst.

Mein letzter Tipp ist, es auch zu feiern, wenn du es geschafft hast. Teile das mit den anderen Leuten. Gehe gut essen. Gönne dir ein Glas Wein. Dann hast du einen weiteren Schritt gemacht, um dich zu der besten Version zu entwickeln, die du sein kannst.

Ich freue mich, wenn es Dir gefallen hat, wenn es Dir Impulse gegeben hat. Vielen Dank und happy projects!

Liebe Grüße

Dein Oliver

 

Shownotes


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